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Stand: 18.03.2015

Pressemitteilung

2. Straubinger Demenzforum

Wenn nur noch die Gegenwart bleibt

2. Straubinger Demenzforum

Informierten über das Thema Demenz:
v.l. Mia Engl Fachstelle Pflegende Angehörige, Alexandra Jehle, Landratsamt, Victoria Guggenthaler, Altenheim Marienstift, Caritas Heimleiterin Dr. Sandra Hasslöwer

SR Tagblatt

 

Heimleiterin Dr. Sandra Hasslöwer freute sich über zahlreiche Teilnehmer und sagte es gehe dieses Mal vor allem darum, Ansprechpartner vorzustellen, sowie um Leichtigkeit im Alltag.

Alexandra Jehle vom Landratsamt/Gesundheitsamt und Mia Engl von der Fachberatung für pflegende Angehörige gingen auf Angebote für Menschen mit Demenz ein und stellten innovative Projekte und neue Wohnformen vor. Jehle informierte über ein Demenz-Theater, das am 23. März im Paul-Theater gezeigt wird. Außerdem sprach sie die bayerische Demenzstrategie an, welche zum Ziel hat, Kommunen demenzfreundlicher zu gestalten. Aktuell gebe es in Bayern 230 000 an Demenz erkrankte Menschen und die Zahl werde noch weiter steigen, so Jehle. Das Thema Demenz müsse raus aus der Nische und in die Öffentlichkeit gebracht werden.

Hausbesuche geben Beratung und Entlastung

Mia Engl zeigte das Angebot der Fachberatung auf und betonte, sie mache gerne auch Hausbesuche. Pflegende Angehörige würden in Pflegesituationen begleitet, man sei Ansprechpartner bei Problemen, es gebe Informationen zu häuslicher Betreuung und Versorgung, man bekomme Beratung, Entlastung und Unterstützung. Aus den Besucherreihen kam der Hinweis auf das Café Malta der Malteser in der Lessingstraße, das speziell auf Demenzerkrankte ausgelegt ist sowie auf den Kaffeetreff für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten im Büro des Familienbündnisses in der Koppgasse.
„Begleiten im gelebten Augenblick“

Victoria Guggenthaler, Pflegefachkraft im Caritas Marienstift und angehende Pflegewissenschaftlerin, referierte über die integrative Validation nach Richard. Nachdem Menschen mit Demenz die zeitliche Orientierung und der Bezug zu Vergangenheit und Zukunft verloren gehen, bleibe nur die Gegenwart mit ihren Freuden und Ängsten. Die integrative Validation wurde als „Begleiten im gelebten Augenblick“ vorgestellt. Als ausgebildete Lach- und Humortrainerin ließ Mia Engl die Besucher aktiv tätig werden bei einem praktischen Teil mit Lachübungen. Das Lachen wurde als Weg und Strategie dargestellt, mit den einfachsten Mitteln körperliche und seelische Gesundheit zu fördern und mit Stress besser umgehen zu können. Durch das Lachen finde man Zugang zu Kreativität, Intuition, unbewussten Potenzialen und Ressourcen.Am Ende gewährten zwei Klinikclowns einen Blick hinter die Kulissen ihrer wertvollen Arbeit. -pol-

SR Tagblatt 14.11.2018