URL: www.caritas-straubing.de/pressemitteilungen/hausnotruf/1455968/
Stand: 18.03.2015

Pressemitteilung

Hausnotruf

Hausnotruf

Hausnotruf: Das ist sozusagen „Hilfe auf Knopfdruck“. Besonders Senioren nutzen dieses Angebot, weil sie zu Hause wohnen können und im Notfall schnell Hilfe kommt, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, 365 Tage im Jahr.

 

Doch die Caritas bietet keinen Hausnotruf mehr. Sie hat die Zusammenarbeit mit einer externen Hausnotrufdienst-Firma in Baden-Württemberg beendet. Die Firma kümmerte sich um die Rufbereitschaft, ein Mitarbeiter der Caritas war für die Installation der Geräte und die Beratung zuständig.

 

„Wir lassen die Kunden nicht im Regen stehen“

 

 Nun geht der Hausnotruf-Betreuer der Caritas in Ruhestand, berichtet Norbert Scheidler. Für die Caritas sei daher jetzt unter anderem „aus personellen Gründen“ der Zeitpunkt gekommen, den Vertrag mit der externen Firma aufzulösen.

 

78 Leute haben das Hausnotruf-Angebot der Caritas genutzt, die meisten stammen aus dem Landkreis. Ein „Riesen-Gebiet“, meint der Caritas-Geschäftsführer, da die Kunden oft sehr weit auseinander wohnen. Es sei „vernünftig“, den Hausnotruf nun in andere Hände zu geben, zu Diensten, die die Technik selbst im Haus hätten.

 

Sorgen müssen sich die Kunden aus Stadt und Landkreis keine machen: Der Malteser Hilfsdienst und das Bayerische Rote Kreuz sind nämlich gerne bereit, die 78 Personen aufzunehmen. Die Caritas hat sich extra mit den beiden Diensten abgesprochen. In einem Schreiben an die Kunden verweist sie außerdem auf BRK sowie Malteser und hat Gutscheine der Dienste beigefügt. „Wir lassen die Kunden nicht im Regen stehen“, sagt Scheidler. Jedoch müssen die Kunden selbst aktiv werden: „Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen wir die Adressen nicht weitergeben“, erklärt er. Die Kunden müssen daher selbst BRK, Malteser oder einen Dienst ihrer Wahl kontaktieren.

 

Beim BRK Straubing-Bogen sind schon einige Anrufe eingegangen, berichtet Marko Pammer. „Wir reagieren natürlich“, sagt der BRK-Pressesprecher. „Wir bieten allen Kunden einen Monat umsonst an, wenn sie uns die Hausnotruf-Kündigung vorlegen.“

 

Caritas baut die alten Geräte ab

 

Mit 78 Leuten hatte die Caritas vergleichsweise wenig Hausnotruf-Kunden, betrachtet man die Anzahl der Kunden bei Malteser und BRK. Das BRK hat aktuell über 600 Hausnotruf-Kunden, informiert Pammer. Es lässt den Hausnotruf nicht über eine externe Firma betreuen. Der Verband hat seinen eigenen Hausnotruf, genau wie der Malteser Hilfsdienst.

 

Auch hier können sich ehemalige Hausnotruf-Kunden der Caritas melden, sagt Ralph Rau, der dort diese Sparte betreut. Etwa 400 Kunden habe man aktuell in Stadt und Landkreis, schätzt Rau. „Man kann mit uns einen Termin vereinbaren, bekommt ein neues Gerät und muss auch keine Anschlussgebühr zahlen.“ Wenn ein Techniker der Malteser da war, sei der neue Hausnotruf sofort startklar.

 

In den kommenden Wochen wird ein Mitarbeiter des Caritasverbands die alten Geräte der ehemaligen Kunden abbauen, da BRK und Malteser ihre eigene Hausnotruftechnik haben, erklärt Scheidler. „Durch den Abbau der Altgeräte haben wir selbst auch noch die Möglichkeit, eine Nachfolgeregelung zu unterstützen“, merkt er außerdem an.

  

Info

 Wer Fragen an die Caritas bezüglich seines Hausnotrufs hat, kann sich unter Telefon 09421/99120 melden.

Straubinger Tagblatt 14.05.2019

Maria Seepaintner