
"Trotz der gestiegenen Zahl gibt es in den größeren Notunterkünften in der Region weiter genug Kapazitäten", sagte Thomas Schweikl, Sprecher der Bundespolizei. Die meisten Flüchtlinge hätten schon nach kurzem Aufenthalt in Sonderzügen weiterreisen können.
Am Dienstag waren mit rund 2.850 Flüchtlingen so wenige Migranten wie seit vielen Wochen nicht mehr an den Grenzübergängen in Wegscheid, Neuhaus, Simbach am Inn sowie am Passauer Hauptbahnhof angekommen.
Neue Notunterkünfte in Grafenau und Hengersberg gehen in Betrieb
Seit vergangenen Dienstag wird die Zweifach-Turnhalle in Grafenau als Notfallunterkunft für Flüchtlinge genutzt. In einem Bus wurden etwa 60 Flüchtlinge, die meisten aus Afghanistan, von der Erstaufnahmeeinrichtung Deggendorf nach Grafenau gebracht. Die Unterbringung in Grafenau ist eine Notmaßnahme: Flüchtlinge werden von dort sofort weiterverlegt, sobald ihre Registrierung abgeschlossen ist und sie in regulären Asylunterkünften Platz finden, teilte das Landratsamt mit. Damit gibt es im Landkreis Freyung-Grafenau neben der Josef-Eder-Halle in Röhrnbach und der Festhalle in Thurmansbang drei Notfallunterkünfte. Rund 80 Flüchtlinge wurden gestern in der neu errichteten Traglufthalle an der A3 bei Hengersberg untergebracht. Sie bietet Platz für insgesamt rund 300 Menschen.
Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren
"Wirtschaft schafft Integration" - unter diesem Motto organisiert die IHK Niederbayern unterdessen ein Programm zur Eingliederung von Flüchtlingen. Das teilte die IHK Passau in einem Schreiben mit. Wenn sich Unternehmen für die Beschäftigung eines Flüchtlings interessieren, greift ihnen die IHK beispielsweise mit einer umfänglichen Beratung unter die Arme. Eckpfeiler des Programms seien die gezielte Information und Beratung der Mitgliedsbetriebe, Qualifizierungsmaßnahmen und Sprachförderung.