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Stand: 18.03.2015

Pressemitteilung

Eine Frage der Finanzierung

Doch im März 2019  läuft  das Projekt aus, das vom Bund gefördert wird.

"Dieses Projekt gibt es nicht nur in Straubing, sondern bundesweit“, erklärte Caritas-Geschäftsführer Norbert Scheidler. Schon vor drei Jahren habe man über die Zukunft des Projektes gesprochen, jetzt sei es wieder einmal so weit. Vonseiten des Bundes gebe es keine Dauerfinanzierung. Projekte werden nur in Drei-Jahres-Abschnitten unterstützt, sagte Scheidler. So auch der Stromspar-Check. Im März 2019 läuft der Projektzeitraum aus. „Doch CSU-Bundestagsabgeordneter Alois Rainer hat mir versichert, er setzt sich dafür ein, dass es auch weiterhin finanziert wird“, sagte Scheidler. Neben dem Bund habe das Projekt noch weitere Partner: unter anderem Stadt, Landkreis, Energieversorger und CARMEN.Auch Regionalkoordinator des Stromspar-Checks Jürgen Königstein versicherte, er arbeite daran, dass das Projekt weitergeht.

Ehrung Mitarbeiter StromsparcheckDie Stromsparhelfer Ralf Zierer (5.v.r.) und Michael Kraus (5.v.l.) freuten sich mit Vertretern von Stadt, Landkreis, Stadtwerken, Caritas und CARMEN über Urkunde und Ehrennadel

„Das Projekt hat viele Gewinner – nicht nur im Bereich Soziales. Auch die Umwelt profitiert davon.“ Inzwischen gibt es 150 Standorte und 1 050 Stromsparhelfer bundesweit. Die meisten davon sind Langzeitarbeitslose, die mit dieser Tätigkeit zurück an den ersten Arbeitsmarkt geführt werden sollen. Doch manche Standorte gehen dazu über, die Helfer fest anzustellen. So auch Straubing.

Ralf Zierer und Michael Kraus sind ein festes Team. Sie gehen nicht nur raus in die Haushalte, sondern halten auch Vorträge. Seit 2009 haben sie über 1 000 Stromspar-Checks durchgeführt. Jeder dieser Haushalte spart seitdem rund 104 Euro pro Jahr ein.Zierer erzählte, dass sich die Klientel in den vergangenen Jahren gewandelt habe. „Wir sind immer mehr in den Haushalten von Rentnern tätig und auch die Zahl der Flüchtlings-Haushalte nimmt zu. Beide sind mit dem Umgang mit elektronischen Geräten nicht vertraut“, sagte er weiter.Bei ihrer Arbeit geht es allerdings nicht nur darum, Energiesparartikel einzubauen. „Wenn wir reingehen, heißt es oft, der Nachbar hat Strom abgezapft, wenn wir rausgehen, wissen Kunden, sie sind selber schuld am hohen Verbrauch“, betonte Kraus. Es gehe nicht darum, den Leuten das Duschen zu verbieten, sondern aufzuzeigen, was etwas kostet und wo gespart werden kann.

Dieses Engagement weiß Bürgermeisterin Maria Stelzl zu schätzen: „Wir werden uns nicht als Finanzierer zurückziehen. Viele Schichten sind vom Stromspar-Check betroffen. Das wird schon irgendwie gehen.“ Stellvertretende Landrätin Barbara Unger versicherte, dass sich auch der Landkreis weiterhin daran beteiligt. „Unter der Voraussetzung, dass auch alle anderen Partner dabei bleiben.“ - dab

Straubinger Tagblatt  24.04.2018