In dem großen Gebäude am Tannweg wird auch eine Kapelle mit Altartisch gestaltet, welche auch für die Straßkirchner Bevölkerung als Ort für Gottesdienste zur Verfügung stehen wird. Pfarrer Gerhard Pöpperl konnte jüngst eine lebensgroße Marienfigur bei Stöberungsarbeiten finden, und die Einbindung dieser Marienfigur in den Altarraum der Kapelle ist eine Möglichkeit, in der Pfarreiengemeinschaft eine Marienkapelle zu bekommen.
Die Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes, Angelika Schebelle, informierte bei einem Ortstermin in der künftigen Wohnheimkapelle zum aktuellen Stand der Bauarbeiten, der Fertigstellung sowie der künftigen Gestaltung und Ausstattung der entstehenden lichtdurchfluteten Kapelle. Ein besonderes Augenmerk legt Pfarrer Pöpperl darauf, dass regelmäßig auch für die Straßkirchner Gottesdienste in dem Heim abgehalten werden und die Bevölkerung mit den Pflegeheimbewohnern in Kontakt kommt.
Pfarrer Pöpperl betonte, dass die Caritas einer der größten sozialen Arbeitgeber in Deutschland sei. Er selbst habe Zivildienst in einer Straubinger Pflegeeinrichtung geleistet und kenne die Herausforderungen im Bereich der häuslichen und außerhäuslichen Pflege hautnah. Daher sei ihm die Anbindung des Pflegeheims mit den Bewohnern an die Pfarrangehörigen besonders wichtig. Dass der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vielfältige Arbeitsplätze in der Pflege vor Ort und die dringend nötige Pflegeeinrichtung in Straßkirchen anbiete, sei für ihn eine große Freude.
Pflegeeinrichtungsneubau für 5,3 Millionen Euro
Bürgermeister Christian Hirtreiter berichtete zu den Vorarbeiten, die fast zehn Jahre in Anspruch nahmen, und der hohen Förderung des Freistaats. Das bayerische Förderprogramm "Pflege im sozialen Nahraum" ("PflegesoNah") unterstützt den zum 1. August in Betrieb gehenden Neubau der Pflegeeinrichtung mit über 5,3 Millionen Euro. Der Bürgermeister betonte, dass ihm das Thema "Altwerden in heimischer Umgebung" besonders wichtig sei und er sich freue, dass zusätzlich zu den zwei betreuten Wohnanlagen nun erstmals auch eine vollstationäre Pflegeeinrichtung in kirchlicher Trägerschaft in der Gäubodengemeinde vorhanden ist, die sogar eine eigene Kapelle habe. Gerade die seelsorgerische Betreuung durch die örtliche Pfarrei und der öffentliche Bewegungs-Parcours helfen, um das Caritas-Pflegeheim richtig ins Ortsleben zu integrieren, so Hirtreiter.
Straubinger Tagblatt 14.03.2026