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Stand: 18.03.2015

Jubiläum

Pflege mit ganzem Herzen

25 Jahre Altenheim Marienstift

MarienstiftSeit 25 Jahren gibt es das Caritas Altenheim Marienstift an der Pater-Josef-Mayer-Straße. Dieses Jubiläum wurde mit  mit einem Festgottesdienst, Reden und einem gemeinsamen Essen gefeiert. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es die Einrichtung bereits seit dem 19. Jahrhundert gibt.
Vor wenigen Tagen war Pfarrer Johannes Plank von der Pfarrei St. Elisabeth beim Salzburger Adventsingen. Dort wird die Geschichte von Christi Geburt immer wieder auf neue Art und Weise interpretiert. Ein Engel habe den Weg der Gottesmutter Maria über das Gebirge zu Elisabeth begleitet. Er habe sich nicht aufgedrängt, sei aber immer da gewesen. „Dies ist ein Bild dafür, was man versucht, hier im Marienstift umzusetzen“, erklärte Plank im Festgottesdienst in der hauseigenen Kapelle. Ein Engel, der da ist und zupackt: „Solche Engel arbeiten hier im Haus.“Ein Ohr, eine brennende Kerze und ein Herz: Diese drei Symbole stehen für Menschen, die durch Zuhören verstehen lernen, Menschen, die etwas ausstrahlen, Sympathie füreinander entwickeln und Menschen, die ein Herz haben für andere und wie im Marienstift „Pflege mit ganzem Herzen betreiben“.

Ältere Menschen seien wie Kinder: Sie würden schnell merken, wenn etwas aufgesetzt ist, und hätten ein Gespür dafür, wenn es jemand gut mit ihnen meint.103 Menschen leben derzeit im Marienstift25 mal 365 Tage im Jahr und das multipliziert mit der Zahl der Bewohner, 103, das gebe jede Menge Alltagsgeschichten, sagte Heimleiterin Dr. Sandra Hasslöwer: „Und diese sind aller Rede wert.“

Vor 25 Jahren sei der Neubau an der Pater-Josef-Mayer-Straße bezogen worden, für den Alois Eherer, der damalige Caritas-Geschäftsführer, jahrelang gekämpft hatte, schilderte Bürgermeisterin Maria Stelzl. Bis zum Jahr 2030 nehme die Zahl der über 65-Jährigen um 26 Prozent, die Zahl der über 80-Jährigen um 23 Prozent zu. „Der Bedarf an stationären Pflegeplätzen steigt weiter an“, sagte sie. Ihre Mutter habe zehn Jahre im Marienstift gelebt: „Die Mitarbeiter sind sehr engagiert. Diese Anerkennung muss man öfter äußern, denn dies ist nicht selbstverständlich.“ Sie kritisierte, dass vor allem Angehörige, die relativ selten vor Ort seien, die höchsten Anforderungen an das Pflegepersonal stellten.

Im Jahr 1876 wurde die Marienanstalt, die Vorgänger-Einrichtung, gegründet, erzählte Caritas-Geschäftsführer Norbert Scheidler. 1987 sei diese unter die Trägerschaft der Caritas genommen worden. 48 Bewohner zogen 1992 von der Spitalgasse an die Pater-Josef-Mayer-Straße um. Davon lebt noch eine Bewohnerin, die jedoch aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Das durchschnittliche Aufnahmealter sei 84 Jahre, die Auslastungsquote liege bei 100 Prozent und knapp 100 Mitarbeiter kümmern sich um die Bewohner.

Gerhard Dräxlmaier, Vorsitzender des Freundeskreises der Caritas-Pflegeheime, erzählte von Pater Josef Mayer, Prior der Karmeliten, der im 19. Jahrhundert in der Fraunhoferstraße ein Haus angemietet und dort arme Dienstboten versorgt hatte. 1883 wurde die Marienanstalt an der Spitalgasse errichtet. Der Ort, an dem das Marienstift heute steht, war früher ein Obstgarten der Karmeliten. Im Marienstift werde Caritas im wörtlichen Sinne gelebt, sagte Dräxlmaier: mit Barmherzigkeit. - phi -