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Stand: 18.03.2015

Kindersterblichkeit

Unicef-Analyse

Investition in Kinder lohnt sich

ausländisches Kind

Trotz einer Halbierung der Kindersterblichkeit seit 1990 sterben aktuellen Schätzungen zufolge jedes Jahr noch immer 5,9 Millionen Neugeborene und Kleinkinder aus weitgehend vermeidbaren Gründen, wie das UN-Kinderhilfswerk mitteilte. Als Gründe nannte die Organisation eine fehlende fachliche Betreuung bei der Geburt oder mangelnden Schutz und Behandlung von Krankheiten wie Durchfall und Malaria.

Investitionen in das Überleben und die Gesundheit der ärmsten Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern seien zwar anfangs meist teurer, da die Betroffenen oft in schwer erreichbaren Gegenden mit schwacher Infrastruktur leben, erklärte Unicef in einer Analyse. Langfristig rechneten sich die Investitionen aber. Pro Million eingesetzte Dollar oder Euro könnten dadurch fast doppelt so viele Kinderleben gerettet werden wie bei vergleichbaren Investitionen in nicht arme Bevölkerungsgruppen.

Wirkung von sechs Indikatoren untersucht

Für die Studie mit dem Titel "Narrowing the Gaps" wertete Unicef nach eigenen Angaben neue Daten aus 51 Ländern aus, in denen sich zusammen 80 Prozent der weltweiten Todesfälle bei Neugeborenen und Kleinkindern ereignen. Die Analyse zeige, dass Verbesserungen bei der Gesundheitsversorgung in den armen Bevölkerungsgruppen fast drei Mal so schnell zur Senkung der Kindersterblichkeit beitragen wie in nicht armen Gruppen.

Untersucht wurde die Wirkung von sechs Indikatoren, wie es hieß: der Gebrauch von imprägnierten Moskitonetzen, frühes Stillen mit Muttermilch, die medizinische Betreuung von Schwangeren, voller Impfschutz, die Anwesenheit eines ausgebildeten Helfers bei der Geburt und die Behandlung von Kindern bei Durchfall, Fieber oder Lungenentzündung.

Mit den "Nachhaltigen Entwicklungszielen" hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, vermeidbare Todesfälle von Neugeborenen und Kindern unter fünf Jahren bis 2030 vollständig zu beenden.