Bewohner, Mitarbeiter, Handwerker, und Kommunalpolitiker feierten das Richtfest für das neue Caritas-Seniorenzentrum An der alten Waage: (hintere Reihe v.l.) Christa Kiermeier (Verwaltung Marienheim), Alex Tremme l, Lothar Weber und Klaus Kastl (alle Firma Erl), Alois Erl sen. mit Urenkel, Geschäftsführer Alois Erl jun., Landrat Josef Laumer, Polier Xaver Tremmel, Caritas-Geschäftsführer Norbert Scheidler, Bauleiter Hartmut Teetz, die Architekten Hans und Tobias Miatzga,Foto Erlbau
Caritas-Geschäftsführer Norbert Scheidler ist sich sicher, dass es für die Senioren eine Verbesserung an Lebensqualität bedeuten wird: "Es wird sehr schön werden".
Nach alter Tradition sprach Zimmerermeister Lothar Weber von der ausführenden Baufirma Erl aus Deggendorf den Richtspruch und zerbrach ein Glas auf dem Dach des Rohbaus. Alle Beteiligten zeigten sich zufrieden über die Einhaltung des strammen Zeitplans: Erst vor sieben Monaten war der erste Spatenstich erfolgt. Geschäftsführer Alois Erl junior dankte Bauleiter Hartmut Teetz und Polier Xaver
Tremmel. "Wir bauen gemeinsam an der Zukunft und an einem Gebäude, das auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht".
Der Neubau sei notwendig geworden, da das Marienheim nicht mehr den heutigen gesetzlichen Bestimmungen entsprochen habe, erläuterte Caritas-Geschäftsführer Norbert Scheidler. Am 1. Januar dieses Jahres war die Trägerschaft der Einrichtung von den Barmherzigen Brüdern auf die Caritas Pflege GmbH gewechselt. Das Haus inmitten der Stadt werde mit einem neuen, modernen Gesicht "eine in die Jahre gekommene Einrichtung der Altenhilfe ersetzen". Der Standard der Einrichtung und der technischen Ausstattung habe "Hotelcharakter", sagte Scheidler. Er dankte den drei verantwortlichen Frauen aufseiten der Caritas, deren planerische Handschrift das neue Haus trage: Heimleiterin Dr. Sandra Hasslöwer, Pflegedienstleiterin Nicole Wiesmüller und Melanie Hertinger vom Bereich Hauswirtschaft. Das Betreuungskonzept orientiere sich am Hausgemeinschaftsmodell, das die verschiedenen Formen der Pflegebedürftigkeit integrieren könne. Ein kleinerer Teil des Hauses sei für eine Abteilung Elementarpflege vorgesehen, wo besonders intensive Unterstützung angeboten werden
könne.
Foto Erlbau
Insgesamt wird das neue Seniorenzentrum An der alten Waage 91 Pflegeplätze in 69 Einzelappartements und elf Doppelappartements beherbergen. Ergänzt wird die Einrichtung durch 20 barrierefreie Wohnungen. Außerdem soll das Haus Sitz eines "Caritas-Campus" mit einem großen Veranstaltungsraum werden, einem Fort- und Weiterbildungsstützpunkt für Pflegekräfte, pflegende Angehörige, Studenten und interessierte Bürger. Scheidler betonte, dass sämtliche Bewohner und Mitarbeiter des Marienheims im Frühsommer nächsten Jahres An die alte Waage umziehen würden.
Viel Lob bekam das Projekt von den Kommunalpolitikern aus Stadt und Landkreis. Landrat Josef Laumer
verriet, er sei neidisch auf die Einrichtung in der Stadt, die den Anforderungen der demographischen
Entwicklung Rechnung trage. Gleichzeitig gab er der Hoffnung Ausdruck, dass das neue Seniorenzentrum künftig auch etlichen Landkreisbürgern Heimat geben werde. Oberbürgermeister Markus Pannermayr freute sich über den zentrumsnahen Standort. "Das ist der richtige Platz, das haben wir uns städtebaulich schon lange gewünscht". Es würden nicht nur neue Gebäude errichtet, sondern
neue Standards in den großen Fragen der Pflege gesetzt. "Sie übernehmen eine Vorreiterrolle", erklärte
Pannermayr.
- ber -